Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder

Gau Nassau Oranien

Der Gau Nassau Oranien ist ein Zusammenschluß
der VCP-Gruppen im nördlichen Rheinland-Pfalz.

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 Omnia vincit amor - Mittelalterliches Pfingstlager auf der Burg Altwied

Vieles war anders auf dem diesjährigen Gaulager.

Da wäre zunächst einmal der Termin: In den letzten Jahren haben wir uns sehr an ein fünftägiges Lager an einem der beiden längsten Wochenenden im Frühjahr gewöhnt. Dieses Jahr haben wir uns nach dem sehr aufwändigen Jubiläumslager 2011 für die einen Tag kürzere Variante, also für das Pfingstwochenende entschieden.

Auch einen normalen Lagerplatz gab es dieses Jahr nicht. Stattdessen bevölkerten wir mit knapp 170 Wölflingen, Pfadfindern, Rangern, Rovern und Älteren eine fast tausendjährige Burg im Neuwieder Stadtteil Altwied. Mit Kohten und Jurten breiteten wir uns auf der Burg Altwied aus und belagerten jeden Winkel der Ruine. Kein Zelt mehr hätte wohl auf die Burg gepasst und sogar die Küchen mussten in Holzverschläge ausgelagert werden. Trotz der Enge, die gerade beim Aufbau für einiges an Chaos sorgte, war die Atmosphäre aus Schwarzzelten und alten Mauern grandios. Duschen oder ausreichend viele Waschbecken gab es auf der Burg zwar nicht, aber da wussten wir uns natürlich zu helfen und bauten deshalb kurzerhand unsere Waschgelegenheiten selber. Und wie oft kommt man schon in den Genuss, mit Blick auf die Wied zu duschen?

Auf unsere geliebte Jurtenburg, in der normalerweise unsere Oase untergebracht ist, mussten wir aufgrund des geringen Platzangebots ebenfalls verzichten. Stattdessen stand uns jedoch ein Gewölbekeller zur Verfügung, den wir mit Teppichen, Strohsäcken und Kerzen zu einer mehr als würdigen Alternative herrichteten und der jeden Abend von den älteren GNOmen sowie Gitarrenklängen und Gesang gefüllt wurde.

Das Motto des diesjährigen Gaulagers ergab sich dann im Prinzip von selbst. Denn was läge auf einer Burg näher als das Thema Mittelalter? Wie vor langer Zeit üblich wollte König Friedrich II. das Pfingstwochenende nutzen, um seine junge Braut Mathilde zu heiraten. Also lud er seine Grafen samt Gefolge ein, um mit ihm zu feiern. Doch wie erwartet lief nicht alles reibungslos: Mathilde erkrankte an der Pest und nur eine orientalische Medizin konnte sie retten. Die Untertanen mussten sich in Gilden zu Hexen, Rittern, Mönchen, Handwerkern, Bauern, Gauklern und Edelleuten ausbilden lassen und sich dann auf die gefährliche Suche nach dem Medikament machen. Am Ende haben sich die Mühen und Anstrengungen gelohnt und die Braut wurde gerettet. Und so konnte die Trauung dann doch noch stattfinden und mit einem großen Festmahl gefeiert werden, zu dem alle Stämme etwas beitrugen.

Es war also ein etwas anderes Gaulager, zu dessen Gelingen nicht zuletzt das großartige Wetter beigetragen hat. Nächstes Jahr darf es aber dann gerne wieder ein Tag mehr sein…. 

Das Lagerlied des Pfilas 2012:

 

Und jede Menge Fotos:

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